A05: Unvereinbarkeit mit zionistischen Organisationen

Eine politische Mitarbeit in der Linksjugend [’solid] Niedersachsen ist in ihren Werten und Zielen unvereinbar mit einer Mitgliedschaft in zionistischen Organisationen aufgrund von verwerflichen Inhalten. Diese Inhalte sind unter anderem: 


1) Leugnung und oder Verharmlosung des kolonialen Charakters des Staates Israel, der sich damals wie heute, sowohl der gewaltsamen Eroberung von Gebieten als auch Vertreibung von ihrem Einwohner*innen zeigt. 


2) Die Weigerung die Verbrechen des Staates Israel anzuerkennen, darunter die herrschende Apartheid und den stattfindenden Genozid. 


3) Die Unterstützung der zuvor genannten Politik des Staates Israel wodurch sie den Palästinenser*innen die Legitimität ihrer Forderung nach Rückkehrrecht, sowie einem selbstbestimmten, gleichberechtigten Leben zu absprechen. 


4) Missbrauch des Antisemitismus Begriffs, gegenüber Kritik an den zahlreichen Verbrechen des israelischen Staates. Auf Grund dieser Inhalte sprechen wir uns gegen eine Mitgliedschaft in einer solchen Organisation aus, und fordern den LSP*R auf die Arbeit solcher Zusammenschlüsse und inhaltlich mit assoziierter Personen weder zu fördern, noch zu bewerben. Des Weiteren lehnen wir Zusammenarbeit in Form von Veranstaltungen (gemeinsamer Events, Demonstrationen, etc.) ab und stellen uns gegen die Verbreitung dieser Inhalte, da sie unseren Grundsätzen als sozialistischer Jugendorganisation so Fundamental widersprechen.

A04: Unterstützung für Natiq Mammadov für seine BSp:R Kandidatur

 

Der Landesverband der Linksjugend [’solid] Niedersachsen empfiehlt Natiq Mammadov als Kandidatur für den Bundessprecher:innenrat.

 

Begründung

Liebe Genoss:innen, wir sind Mitglieder der Basisgruppe in Goslar und wenden uns bezüglich der Kandidatur zum BSP*R von Natiq Mammadov an euch. Wir möchten bitten, dass die Landesmitgliederversammlung unserem Genossen Natiq Mammadov ein Quorum für seine Kandidatur gibt. Wir – die Linksjugend Goslar – empfehlen Natiq Mammadov als Mitglied des BSP*R. Unsere Empfehlung beruht darauf, dass Natiq nicht nur lokal sehr engagiert ist, sondern sich sein Engagement auch auf internationaler Ebene äußert. Wir empfinden ihn nicht nur aufgrund seines Migrationshintergrundes als geeigneten Kandidaten für den BSP*R, sondern auch aufgrund seines langjährigen politischen Engagements in der Basisgruppe und dem Landkreis Goslar, sowie als Landessprecher auf Landesebene. Ein gutes Beispiel dafür ist die Tatsache, dass er die meisten von uns in die organische Struktur der Linksjugend eingeführt hat. Er hat uns auch sehr früh an die Hand genommen, uns Rollen und Aufgaben zugewiesen, damit wir in der Basisgruppe ankommen und uns verwirklichen können. Er motiviert die Mitglieder aus sich herauszukommen und am politischen Alltag teilzunehmen. Eine seiner Kerninteressen ist die politische Teilhabe und Bildung, insbesondere von neuen Mitgliedern – sowohl theoretisch als auch aktivistische Praxiserfahrungen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist auch, dass er oft als Bindeglied zwischen Linksjugend und (Links-)Partei agiert. Dadurch konnten die Mitglieder sich auch gleichzeitig im Kreisverband einbringen – zum Beispiel in Grundsatzdiskussionen, Veranstaltungen und Aktionen. (Außerdem drückt der Bruder 110+ Kilo auf der Bank. Das ist doch mal ne prima Grundlage um gegen Faschos anzukommen, ihr checkt?)

A03: Frieden statt NATO!!

Eine bedeutende Friedensaktivität im Herbst ist die bundesweite Demonstration „Hamburg pfeift auf’s Militär, NEIN zum NATO-Manöver – JA zur zivilen Entfaltung“ am 27. September. Dort protestieren wir gegen das geplante NATO Manöver in Hamburg, welches vom 25.-29.09. stattfindet. Mit dem Manöver soll erprobt werden, inwiefern die Bevölkerung die Kriegsvorbereitungen und potenzielle Kriegsführung der NATO mitmacht. Dafür sollen zahlreiche zivile Einrichtung in das Manöver eingebunden werden, wie Schulen, die Agentur für Arbeit, Krankenhäuser und Unis. Diese Zusammenarbeit zwischen zivilen und militärischen Einrichtungen ist Teil des seit März 2023 entwickelten „Operationsplan Deutschland“, der im „Ernstfall“ massiv in die Grundrechte eingreift um die gesamte Gesellschaft für den Krieg zu mobilisieren. Dieser Bedarf der Herrschenden an ziviler Mobilmachung für den Krieg zeigt ganz klar: Ohne die Bevölkerung ist dieser Krieg nicht führbar. Wir setzen der breiten Mobilmachung für den Krieg an jeder Stelle eine klar friedensstiftende, kooperative und auf humane Entwicklung setzende Perspektive entgegen. Die Linksjugend [‘solid] Niedersachsen unterstützt das Vorhaben des lokalen Bündnisses „Kein NATO-Hafen!“ – mit einem überzeugten NEIN im Sinne Wolfgang Borcherts (Hamburger Antikriegs-Dichter) und dem Streiten für ausfinanzierte zivile Einrichtungen – das Manöver zu verhindern.

• Die Linksjugend [‘solid] Niedersachsen ruft zu der bundesweiten Demonstration

 „Hamburg pfeift auf’s Militär, NEIN zum NATO-Manöver – JA zur zivilen Entfaltung“ am

 27. September um 13 Uhr am Hamburger Hauptbahnhof/Hühnerposten auf.

• Die Linksjugend [‘solid] Niedersachsen mobilisiert dort hin, beteiligt sich an der Demonstration und ruft landesweit alle Mitglieder dazu auf sich an der Demonstration zu beteiligen • Um die Anreise zu der Demo zu ermöglichen, unterstützt die Linksjugend [‘solid] Niedersachsen die Mitglieder bei anfallenden Fahrtkosten • Die Basisgruppen bereiten Plakaten, Bannern oder andere Materialien zur aktiven Mitgestaltung des Demozugs vor Der LSpR wird gebeten, die Begründung in den Beschlusstext mit aufzunehmen.

 

Begründung

Die Landesmitgliderversammlung möge beschließen, in naher Zukunft einen Workshop/ein diesbezügliches Konzept auszuarbeiten, das darauf abzielt, die Mitglieder der Linksjugend [´solid] Niedersachsen dazu zu ermächtigen, den Wehrdienst zu verweigern und AltersgenossInnen eben dabei zu unterstützen. Ebenfalls wäre es erstrebenswert, in diesem Workshop auf antimilitaristische Aktivitäten und Möglichkeiten des zivilen Ungehorsams innerhalb der Truppe einzugehen, so in etwa die Strafbarkeit des Desertierens & Grundlagen des Militärrechts.

Gegebenenfalls wäre es sinnvoll, diesen Workshop in Kooperation mit dem Bildungsnetzwerk der Bundesebene zu konzipieren.

Aus dem Workshop/der Erarbeitung des Konzepts soll darüber hinaus entwickelt und anvisiert werden, dass wir an den Schulen und Universitäten für eine gemeinsame friedensorientierte Positionsbildung wirken. Das bedeutet, eine klare Alternative entgegen den ideologischen Einreden der Kriegsvorbereitungen, wie Verrohung, Verzichtslogik, Verdummung, der Erziehung zum Gehorsam und dem Recht des Stärkeren zu entwickeln.

Dafür suchen wir auch den aktiven Kontakt zu LehrerInnen, SchülervertreterInnen, wissenschaftlichen MitarbeiterInnen und ProfessorInnen, um ein breites Bündnis gegen die Mobilmachung zum Krieg und für eine Bildung zu humanen und zivilen Zwecken aufzubauen. Denn es ist im Interesse aller, die Bildung darauf auszurichten, zu einer sinnstiftenden und kooperativen Zukunft beizutragen.