A7: Kein Frieden mit Rechts!

Unter dem Motto ‚Herbsterwachen für mehr Menschlichkeit‘ wollen Menschen aus der Querdenken-
und Reichsbürgerszene, AfD- und DieBasis-Anhänger:innen dem ‚Grünenwahnsinn entgegentreten‘ entgegentreten‘,
Coronamaßnahmen aufarbeiten‘ und die “linksradikal grüne Stadt Göttingen” aufwecken.

 

Eine ähnliche Veranstaltung fand in der Stadt bereits am 01.04. dieses Jahres statt.
Organisator ist Michael Scheele, der offen die Verschwörungstheorie des “Great Reset” verbreitet
und auch schon die “Hinrichtung Angela Merkels” gefordert hat. Auch mit dabei ist Marcus Fuchs,
Kopf von Querdenken Dresden, der dort mit der rechtsextremen Kleinstpartei “Freie Sachsen”
zusammenarbeitet. Der Krieg in der Ukraine ist laut Fuchs kein Krieg, sondern eine erlaubte
“Verteidigungs-Spezialoperation” soviel zum Wunsch nach Frieden.

 

Eine der Forderungen der Schwurbler*innen lautet auch, „die Corona-Maßnahmen aufzuarbeiten“.

Dabei geht es ihnen jedoch nicht um die realen Probleme, die mit Corona-Maßnahmen im Sinne von Kapitalinteressen
einhergingen und in vieler Weise das Privatleben der Menschen eingeschränkt haben, ohne die
Produktion anzutasten, oder mit der auch durch das World Economic Forum unterstützten
neoliberalen Politik, die in den letzten Jahrzehnten der absoluten Mehrheit der Menschen geschadet
hat. Vielmehr wurde in Verbindung mit dieser Forderung bereits bei der Demo im Frühling bspw.
gefordert, die Impfkampagne aufzuarbeiten, da jeder geimpfte Mensch innerhalb von drei Jahren
nach der Impfung stürbe. Solch krude Verschwörungsideologie schürt nicht nur grundlose Angst, hält
potentiell Menschen davon ab, sich impfen zu lassen, und schürt Feindbilder, sie lenkt auch von
echten Problemen und deren Ursachen, wie sie zu Beginn dieses Absatzes geschildert sind, ab.

 

Auch wir kritisieren die Politik der Grünen und halten es nicht für möglich, mit ihnen aktuellen Krisen wie
der Klimakatastrophe oder der wachsenden sozialen Ungleichheit entgegenzutreten. Das ist aber kein
Grund dafür, mit Rechten gemeinsame Sache zu machen – ganz im Gegenteil, Lösungen für diese
Krisen können nur aus einer internationalistischen und antikapitalistischen Perspektive entwickelt werden,

denn es handelt sich um globale Krisen, die eng mit dem Kapitalismus verknüpft sind.

 

Mit Rechten auf die Straße zu gehen, lehnen wir ab , da es ihr rückwärts gewandtes Weltbild legitimiert.

Mit den undemokratischen und nationalistischen Ideen der Vergangenheit und leider auch Gegenwart

lässt sich keine lebenswerte Zukunft schaffen.

 

Wir dürfen nicht zulassen, dass rechte Hetze und Verschwörungsideologien in
Göttingen oder anderswo Fuß fassen! Egal, wie oft sie betonen, dass sie für die Kinder, das Volk, den
Frieden seien: Diese Menschen sind mehr als rechtsoffen sie sind offen rechts. Sie gewähren zu
lassen oder ihre vermeintlichen Sorgen ernst zu nehmen ist nichts anderes, als rechtem Gedankengut
Tür und Tor zu öffnen.

 

Die Linksjugend solid Niedersachsen…
– solidarisiert sich mit den antifaschistischen Gegenprotesten und mobilisiert öffentlich für den 16.9.
nach Göttingen
– arbeitet aktiv daran, linke Antworten auf die soziale Krise und die fortschreitende Militarisierung in
der Öffentlichkeit präsent zu machen, um zukünftige rechte Mobilisierungen ins Leere laufen zu
lassen