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Equal Pay Day

Gleiches Geld für gleiche Arbeit!

Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit klingt sehr einleuchtend, ist aber noch lange nicht Realität:

  • Frauen arbeiten in schlechter bezahlten Berufen und Branchen und auf niedrigeren Stufen der Karriereleiter als Männer.
  • Frauen unterbrechen oder verkürzen wegen Kinderbetreuung und Pflege ihre Erwerbstätigkeit häufiger und länger als Männer.
  • Arbeitsanforderungen in so genannten typischen Frauenberufen, z. B. Erziehung und Pflege von Menschen, werden schlechter bewertet als Anforderungen in so genannten typischen Männerberufen, die z. B. mit Technik oder viel Geld zu tun haben. Das schlägt sich in der Eingruppierung nieder.
  • Sogar bei gleicher Ausbildung, gleichem Alter, gleichem Beruf und gleichem Betrieb erhalten Frauen etwa 12 Prozent weniger Entgelt.

Also doch: Das Geschlecht sorgt noch heute dafür, dass weniger Geld ins Portemonnaie kommt! Fakt ist, dass hierfür bestehende Rollenbilder und die Aufgabenverteilung in den Familien ursächlich sind.

Letzte Meldungen

Frauen haben „Recht auf Mehr!“

Wir fordern:

  • die Einhaltung bestehender Tarifverträge und die korrekte Anwendung des gesetzlichen Mindestlohns als Lohnuntergrenze, weil Frauen besonders häufig für Dumpinglöhne arbeiten müssen;
  • einen Rechtsanspruch auf Rückkehr aus Teilzeit- in Vollzeitbeschäftigung, damit Frauen nach einer familienbedingten Reduzierung ihre Arbeitszeit wieder aufstocken können;
  • gesetzliche Regelungen zur Durchsetzung der Entgeltgleichheit, damit Unternehmen verpflichtet werden, ihre Entgeltpraxis geschlechtergerecht zu gestalten;
  • alle Arbeitsverhältnisse sozial abzusichern, um alle Beschäftigten bei der Durchsetzung ihres Anspruches auf Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und bei vielem anderen mehr zu unterstützen!
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Linksjugend [’solid] Niedersachsen: Auch der Kampf um die Rente gehört zum Klassenkampf

Linksjugend [’solid] Niedersachsen: Auch der Kampf um die Rente gehört zum Klassenkampf

In letzter Zeit beschäftigte die Politik mal wieder ein Thema, welches irgendwie immer vor den Wahlen kommt. Es geht um die Rente, welche mal wieder erhöht, aber irgendwie doch wieder gesenkt werden muss. Ein Thema, das junge Menschen momentan nicht zu beschäftigen hat, oder?

Das sehen wir anders. Was jetzt gerade passiert, ist ein signifikanter Eingriff in unsere Zukunft, denn es wird über zukünftige Renteneintrittsalter und die relative Rentenhöhe zum Lohn für die Arbeit diskutiert, die weiter gesenkt werden soll. Bei einem immer größeren Niedriglohnsektor und immer weiter steigenden Mieten und sonstige Ausgaben entspricht das nicht unserem Bild einer solidarischen Gesellschaft. Profitieren tut davon die große Ansammlung von Kapital unter der Kontrolle Weniger. So besitzt das reichste Prozent der Weltbevölkerung mehr als alle anderen Menschen zusammen. Und diese Entwicklung hat sich immer weiter in die Richtung einer Akkumulation von sehr viel Kapital unter der Kontrolle Weniger bewegt. Eine weitere Kürzung der Rente beschleunigt diese Entwicklung. Sie erhöht den Konkurrenzdruck weiter und zwingt Menschen länger zu arbeiten, um genug Geld zum Leben zu haben.

Linksjugend Niedersachsen begrüßt Fördermitgliedschaft von Jutta Krellmann

Im Kampf für eine solidarische Gesellschaft und gegen eine immer ungerechtere Verteilung von Vermögen muss uns allen klar werden, dass das Aufstehen gegen geringe Löhne und gegen das Kaputtmachen der Rente auch von jungen Menschen kommen muss, denn es geht uns genauso an. Geringe Rentenzahlungen und unsichere, schlecht bezahlte Arbeitsverhältnisse werden früher oder später fast jeden treffen.

Die Linksjugend [`solid] Niedersachsen begrüßt die Bundestagsabgeordnete Jutta Krellmann als neues Fördermitglied des Verbandes. Krellmann, die gewerkschafts- und arbeitspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Deutschen Bundestag ist, steht künftig den regionalen Basisgruppen der Linksjugend noch intensiver zur Seite: „Das kann gerne auch eine Veranstaltung sein. Die Bildung der Jugend zu diesen Themen ist mir ein Anliegen, denn junge Menschen wird es noch viel mehr betreffen als mich oder diejenigen, die die neuen Regelungen nun aushandeln.“

Der Landesspecher*innenrat der Linksjugend Niedersachsen ruft die Basisgruppen dazu auf, auch in diesem Kampf aktiv zu werden und Krellmann zu sich einzuladen. So sollen endlich auch wieder junge Menschen davon überzeugt werden, sich für gewerkschaftspolitische Forderungen zu engagieren.

Die Bewegung auf die Straße bringen

Doch nur mit Bildung ist es leider schlussendlich nicht getan. Wir müssen unserer Stimme auch Gehör verschaffen können. Denn die wahren Probleme in unserer Gesellschaft liegen darin, dass sie keine echte Gemeinschaft ist. Solange sich die Produktionsmittel in der Hand weniger befinden, wird sich dieses Bild nicht ändern. Doch das erreichen wir nicht, indem wir uns rassistischen Ressentiments zuwenden. Wir müssen uns vielmehr der wahren Ursachen annehmen, für eine gerechte Verteilung von Vermögen streiten, gegen rassistische Organisationen wie die AfD und Pegida und für ein deutlich besseres und besser finanziertes Bildungssystem einsetzen.