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Pflegenotstand endlich ernst nehmen! – Pflege betrifft nicht nur Alt sondern auch Jung!

Pflegenotstand endlich ernst nehmen! Pflege betrifft nicht nur Alt sondern auch Jung!

Dunja Hädrich, Landessprecherin der Linksjugend Niedersachsen und Pflegekraft erklärt:
„Die Corona-Krise setzt unweigerlich einen Fokus auf die Pflege und die teils katastrophalen Umstände unter denen Pfleger*innen arbeiten. Durch die Krise haben sich die ohnehin schlechten Bedingungen weiter verschlechtert, die physische und psychische Belastung nimmt zu und immer mehr Pfleger*innen legen ihren Beruf freiwillig nieder. Pflege rettet gerade in der Coronakrise bei volllaufenden Intensivstationen ganz konkret Menschenleben und ist essenziell für das Funktionieren unserer Gesellschaft, dennoch bekommen Pfleger*innen von der Bundesregierung bisher abgesehen von Applaus recht wenig für ihren wichtigen Einsatz zurück.

 
Auszubildende, Pflegehelfer*innen und Junge Menschen die einen Freiwilligendienst leisten müssen aufgrund des unzureichenden Personalschlüssels Aufgaben übernehmen, denen sie durch die fehlende Anleitung nicht gewachsen sind. Das führt zu Fehlern und weiterer Frustration bei allen Beteiligten. Im Bereich der Ausbildung treten die Folgen der fehlenden Digitalisierung zutage. Auszubildende, welche Lernschwierigkeiten aufweisen, werden gerade in der Coronakrise zurückgelassen und können häufig nicht mehr individuell betreut und gefördert werden.“


Heidi Reichinnek, Landesvorsitzende der niedersächsischen LINKEN ergänzt: „Es wird höchste Zeit, dass sich die Personalbemessung in der Pflege an den tatsächlichen Bedarfen orientiert. Es braucht endlich genug gut bezahltes Fachpersonal, dass von Pflegehelfer*innen unterstützt, aber nicht ersetzt werden darf! Hilfskräfte dürfen nicht aus Kostengründen und zu Lasten der zu Pflegenden die Aufgaben der Fachkräfte übernehmen.“


Reichinnek weiter: „Grundsätzlich muss endlich Schluss sein mit dem Anspruch der marktkonformen Pflege. Pflege und Gesundheit sind keine Ware! In der Pflege werden in den kommenden Jahren hunderttausende neue Beschäftigte gebraucht, sonst drohen Versorgungslücken. Diese zu gewinnen kann nur gelingen, wenn die Voraussetzungen stimmen und endlich massiv in die Attraktivität der Pflegeberufe investiert wird. Das heißt für uns: es braucht allgemeinverbindliche Tarifverträge, auch in der Altenpflege, einen auskömmlichen Pflegemindestlohn, auch für Hilfskräfte, eine Ausbildungsoffensive und eine Rekommunalisierung von Krankenhäusern!

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