LMV 2021 – 3

in Hannover

Zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie hat sich die Linksjugend Niedersachsen letztes Wochenende in Präsenz zur Landesmitgliederversammlung (LMV) getroffen. Es haben knapp 120 Genoss*innen aus allen Teilen des Landes teilgenommen. Unsere bis dato größte LMV fand mit knapp 80 Anwesenden vor 3 Jahren in Hameln statt. Seitdem sind wir immer ca. 60-70 Personen gewesen. Es standen einige entscheidende Fragen (Zukunft der Partei / Landtagswahl…) im Raum, daher wollten wir den Genoss*innen vor allem einen Raum für Diskussion und Vernetzung geben.

Außerdem mussten wir ein Paar Posten neu besetzen. Eine Schiedskommissarin hatte das 35. Lebensjahr beendet und 3 Mitglieder des Landessprecher*innenrates hatten Umzugs- oder Privatbedingt ihren Rücktritt verkündet. Ann Christin Huber hinterlässt dabei in vielfacher Hinsicht eine Lücke. Sie war als fleißiges Mitglied, fachkundige Juristin und meinungsstarke Landesvorsitzende immer zur Stelle, wenn man sie brauchte. Noelle Janssen hat in den letzten 1,5 Jahre als eine unserer Landessprecher*innen viele der Aufgaben im Hintergrund übernommen, die für das Funktionieren des Landesverbandes essenziell waren.  Sarah Stör, die erst im Frühjahr gewählt wurde, hat als Mensch einen guten Beitrag zu unserer Arbeit geleistet und wenn nötig auch mal den Finger in die Wunde gedrückt. Wir wünschen euch alles Gute für die Zukunft!

Gute 20 Minuten vor Beginn der LMV stellte sich heraus, dass wir die Anlage nicht in betriebsbereitem Zustand übernommen hatten. In solchen Situationen ist es dann gut fähige Genoss*inne in der Basis zu haben. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Merlin. Unseren Dank auch an Felix Schattmann und die Scharen von fleißigen Aktiven aus der BG Hannover. Sie haben morgens um 7:00 damit begonnen, dafür zu sorgen, dass wir uns den Bauch mit (vegetarischen/veganen) Brötchen vollhauen konnten. Ein fettes Danke auch an alle, die sich in den Kommissionen den Arsch aufgerissen haben. Exemplarisch will ich hier mal Sebastian Renschen nennen, der sich seit Jahren wirklich für keine Hintergrundarbeit zu schade ist. Wir haben es drei Wochen nach der Bundestagswahl geschafft ohne hauptamtliche Strukturen die größte LMV aus dem Boden zu stampfen, die dieser Landesverband jemals gesehen hat.  Die Vorbereitung davor ging bereits Monate vor der Kommunalwahl los und das war auch von unserer Seite mit einiger Doppel- und Dreifachbelastung verbunden. Workshops und Diskussionen mussten wir teilweise wenige Tage vor der LMV komplett umplanen, weil Referent*innen recht spät abgesagt hatten. Laura Schlutter und Richard Pitterle sind auf den letzten Drücker eingesprungen und haben inhaltlich richtig gut abgeliefert. Vielen Dank auch an euch!

Umso schöner war es dann, dass sich die Mühe gelohnt hat. Über weite Strecken haben wir harmonisch darüber diskutiert, wie wir Verband und Partei voranbringen können und wenn es mal Dissens gab, haben wir zumindest über Inhalte gestritten und nicht Feindschaften ausgetragen. Ein besonderes Highlight war neben der Verabschiedung von Anni das Grußwort unserer neuen Bundestagsabgeordneten Heidi Reichinnek . Wir haben mit Jonna Kühl aus Göttingen und Lena Reinhardt aus Osterholz eine neue und eine alte neue Landessprecherin gewählt und mit Lea eine neue Vorsitzende. Besonders Lea verdient hier ein paar extra Worte aber ohne sie wäre die Linksjugend in Hannover und Niedersachsen nicht da, wo sie heute ist. Anni hinterlässt zwar große Fußstapfen, aber wenn sie jemand ausfüllen kann – dann Lea. Ein weiteres Highlight war der von Genoss*innen aus Vechta / Osnabrück angeführte Arbeiterliederchor in der 3 Richtung Altwambüchen und die zahllosen politisch spannenden Gespräche, die wir alle während der LMV neben all dem Stress führen durfte.

Wir wollen jetzt versuchen den Schwung von der LMV mitzunehmen und direkt in die Gestaltung unserer Kampagne zur Landtagswahl starten. Dabei wollen wir die Partei nach Kräften zu unterstützen und da wo es nötig ist auch vor uns hertreiben. Wir wollen mit Mut und Optimismus in den Wahlkampf 2022 einsteigen. Wir haben (jetzt wirklich) nichts mehr zu verlieren aber eine Welt zu gewinnen!