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Newroz

Das kurdische Neujahrsfest Newroz, das am 21. März gefeiert wird, ist aus dem Widerstandsgeist des kurdischen Volkes entstanden und symbolisiert diesen bis heute. ,,Newroz“ heißt wörtlich ,,der neue Tag“ und hat sich aus den Wörtern ,,nu“ (neu) und ,,roj“ (Tag) über ,,nur“‚ und ,,nuroz“ zu ,,newroz“ entwickelt. Als Fest der Wiedergeburt erlangte es zuerst bei den Kurden Bedeutung und wurde dann später auch von anderen iranischen Völkern übernommen. Kurden, Afghanen, Perser, Belutschen, Tatschiken u.a.feiern heute dieses Fest, das sie alle um ihre eigenen nationalen Bräuche bereichert haben. Das Newrozfest ist wahrscheinlich das älteste kurdische Fest. Es wurde erstmals 612 v.Chr. in den Kusi- und Med-Reichen gefeiert und jährt sich damit dieses Jahr zum 2605. Mal. Newroz wurde und wird als Beginn eines neuen jahres, wenn der Winter vorbei ist und dar Frühling kommt, gefeiert. Der harte kurdische Winter, der insbesondere für die in abgelegenen Bergdönfern leben den Menschen eine schwere Zeit bedeutet, ist vorüber, die Tiere erwachen ius ihrem Winterschlaf, die Blumenwelt erblüht und die prallen Wassenfällen, Bäche und Flüsse rauschen wieder Jod geben damit der paradiesischen Landschaft Kurdistans ihr typisches Aussehen. Die Menschen fühlen sich wie neu geboren und schöpfen neue Kraft für ihr hartes Leben.

 

Das Newrozfest In der Literatur

Es wurde bereits viel über den mythologischen, volkskundlichen und in neuerer Zeit insbesondere über den politischen Hintergrund des Newrozfestes geschrieben. Dadurch, daß sich mit der Zeit das Wissen des kurdischen Volkes über das Newrozfest vergrößerte, wurde auch der Inhalt des Festes ständig bereichert. Vor allem alte Bücher enthalten viele wertvolle Hinweise auf Newroz. In dem heiligen Buch ,,Zend Avesta“ des Zerdescht (Zarathustra)-Glaubens, einer der ältesten Religionen der iranischen Völker, wird über ein Frühlingsfest berichtet. Man kann mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, daß es sich bei diesem Frühlingsfest um das Newrozfest handelt, denn die Yesidi-Kurden, die nach wie vor Anhänger dieses Glaubens sind, feiern noch heute das ,,Cemayi‘, das dem Newrozfest sehr ähnlich ist.

Im Jatire 999 schrieb der berühmte Historiker Firdewsi ein Epos, welches unterdem Namen ,,Shanamey Firdewsi“ bekannt wurde. Er berichtet dort ausführlich über das Newrozfest und die Kurden. Auch das Werk ,,Newrozname“ von Omar Chayam schildert das Newrozfest. Das gleiche gilt für das 1597 erschienene Buch ,,Scherefname“ von Bitlis Scherefxan über die Geschichte der Kurden und Osmanen. Das Epos ,,Mem u Zin“ von Ehmade Xani beschreibt ebenfalls, wie Newroz von den Kurden gefeiert wird und wie die Kurden mit dem Einzug des Frühlings zu neuem Leben erwachen.

 

Mythologie des Newrozfestes

Zum mythologischen Hintergrund des Newrozfestes ist zu bemerken, daß die unterschiedlichen Auslegungen überdie Ursprünge von Newroz darauf zurückzuführen sind, daß die Menschen in den verschiedenen Gegenden des Landes das Fest um ihre jeweils eigenen Bräuche erweitern und damit bereichern, sodaß sich natürlich unterschiedliche Entwicklungen ergeben.
Die eigentliche Gesch ichte des Newrozfestes in seiner noch heute gültigen Bedeutung als SymboldesWiderstands geht zurück auf den Tag. als sich das Volk von der Unterdrückung des grausamen Herrschers Dehok befreite.

Die Legende erzählt, daß Dehok, der sogar seinen Vater umbrachte, sich durch die Ermordung des damaligen Herrschers Camsid an die Macht gebracht hatte. Eines Tages wuchsen ihm zwei Schlangen aus seinen Schultern. Verzweifelt bat er Ärzte und Weisen aus dem gan-zen Land um Hilfe. Einmal wurde ihm empfonlen. er solle die Schlangen täglich mit den Gehirnen von zwei jungen Menschen füttern, das würde sie vielleichttöten. So gab DehokseinenWächtern den Befehl, täglich zwei junge Menschen umzubringen. Haß und Abscheu regten sich unter dem Volk, doch es war wehrlos. Dank einiger mitfühlender Wächter des Dehok, unter ihnen Ermayil und Kermayil, wurden jeden Monat 30 junge Menschen vor dem grausamen Tod bewahrt, indem man den Schlangen statt zwei Menschenhirnen ein Schafshirn und ein Menschenhirn zum Fressen gab.

Hunderte mußten in die Berge flüchten. Nach dem Epos ,,Shanamey Firdewsi“ bilde-ten diese Menschen, die die freie Luft der Berge atmeten, den möglicherweise Newroz heute se ersten kurdischen Stamm. Kawa, der bekannte Held der Newroz-Mythologie, brach eines Tages das Schweigen des Volkes und organisierte den Widerstand gegen die Despotenherrschaft. Der weitaus seltener genannte Feridun beteiligte sich ebenfalls am Volksaufstand – aus Rache, weil sein Vater dem Tyrann geopfert worden war. Und nach der ,,Shanamey Firdewsi“ war er es, der Dehok umbrachte, indem er Nägel in seinen Kopf schlug, die in das Gehirn eindrangen. Die eigentliche Heldenrolle kommt jedoch Kawa zu, denn ihm gelang es, das Volk zum Widerstand zu bewegen und es so zu befreien. Der Sturz des Dehok machte der Grausamkeit und dem Leid ein Ende. Aus der Freude, diese harte Zeit überwunden zu haben und aus dem Bedürfnis heraus, dieses große Ereignis zu feiern, wurde das Newrozfest geboren. Es gibt eine bemerkenswerte Parallele zwischen der damaligen und der heutigen Situation des leidgeprüften kurdischen Volkes. Dehok verkörpert die kolonialistischen Unterdrücker der Gegenwart und Kawa nach wie vor den revolutionären Kampf der Kurden. Das ist auch der Grund, aus dem keine Macht der Welt das Newrozfest verdrängen kann. Es wird ewig als Tradition bewahrt bleiben.

Wenn Newroz naht, werden in Kurdistan große Feuer entzündet. Da Kawa, um das Eisen zu schmieden, mitdem er zum Kampf aufrief, Feuer brauchte, wurde dieses Feuerzu einem wichtigen Symbol für Newroz. Auch soll Kawa nach der Befreiung des Volkes auf einen hohen Berg gestiegen sein und dort ein großes Feuer entzündet haben, um den Sieg zu verkünden. Auch in dem heiligen Buch ,,Zend Avesta“ des zarathustrischen Glaubens hat das Feuer eine große Bedeutung. Damit steht dieser alte kurdische Glauben mit seiner positiven Einstellung zum Feuer im Gegensatz zum Islam und auch zum Christentum, in denen das Feuer die Hölle symbolisiert.

Heute verkörpern die lodernden Flammenden Kampf und die Sehnsucht des kurdischen Volkes nach Freiheit. Daß während der Newrozzeit überah in Kurdistan Feuer entzündet werden, zeugt vom ungebrochenen Verlangen des kurdischen Volkes nach Unabhängigkeit.

 

Die politische Bedeutung von Newoz heute

Der antikolonialistische Widerstand in Kurdistan hat im 20. Jahrhundert stark zugenommen. Deshalb versuchen die Kolonialmächte alles, um das Volk zu unterdrücken. Sie verbieten seine kulturellen Besonderheiten, betreiben eine intensive Assimilationspolitik und halten das Land bewußt unterentwickelt. Sie dulden nicht, daß das Volk das Newrozfest in seiner ursprünglichen Bedeutung feiert. In der Türkei ist es sogar ganz verboten. Frei konnte Newroz vor den Ereignissen der letzten Jahre nur 1946 in der kurdischen Republik Mahabad in Ostkurdistan (,,Iranisch“-Kurdistan), sowie in Südkurdistan (,,Irakisch“-Kurdistan) 1958, als die bürgerlichdemokratische Revolution gesiegt hatte, und in der Zeit der Autonomieverwirklichung 1970-1974 gefeiertwerden. Damalswurde Newroz zum gesetzlichen Feiertag erklärt. Dieser Feiertag blieb zwar auch nach der kur-dischen Kapitulation 1975 erhalten, jedoch wurde ihm seine Bedeutung als Newroz Tag genommen, indem man ihn in ,,Fest des Baumes“ umbenannte, um von Newroz abzulenken und dessen Inhalt zu zerstören. Trotz aller Vebote feiern die Kurden das Newrozfest und erfüllen es mit dem Geist der nationalen Befreiung. Die politischen Inhalte gewinnen dabei immer mehran Bedeutung.

In jüngster Zeit war Newroz immerwieder mit Tragödien und Niederlagen, aber auch mit dem Sieg der Freiheit und mit Hoffnung verbunden. So bombardierte die irakische Luftwaffe zur Newrozzeit des Jahres 1988 die kurdische Stadt Halabja mit international verbotenen Chemiewaffen. 5.000 Zivilisten wurden dabei getötet, weitere tausende verwundet.

1991 kam es zur Newrozzeit zu einem großen Volksaufstand in Südkurdistan (,,lrakisch“-Kurdistan), in dessen Folge es den Kurden gelang, große Teile ihrer Heimat zu befreien. Erstmals seit 1975 konnte dort wieder frei Newroz gefeiert werden. Doch Freude und Freiheitwähr-ten nicht lange. Ende März startete der irakische Diktator Saddam Hussein eine Großoffensive und vertrieb ca. 4 Millio-nen Kurden aus ihren Städten und Dör-fern in Richtung iranische und türkische Gren-ze. Das Newrozfest 1992 stand unter dem Zeichen der bevorstehen-den er-sten freien Wahlen in Kurdistan, die am 19. Mai abgehalten wurden. In diesem Jahr 1993 nun wird Newroz erstmals in dem föderalen Staat irakisch-Kurdistan gefeiert werden, der am 4. Oktober 1992 von dem frei gewählten kurdischen Parlament ausgerufen wurde.

Dagegen werden aus Nordkurdistan („Türkisch“-Kurdistan) voraussichtlich auch in diesem Jahr wieder schlechte Nachrichten zur Newrozzeit erwartet. Denn die Kurden dieses Teils von Kurdistan werden auch 1993 am 21. März wieder ihr Newroz begehen und der Menschen gedenken, die letztes Jahr zu Opfern der Staatsgewalt wurden, als die friedlichen Newrozfeiern mit Panzern niedergeschlagen wurden.

Die türkische Armee und die Sicherheitskräfte werden wieder versuchen, mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln die Feiern zu verhindern, womit eine erneute Tragödie vorprogrammiert ist.
Doch trotz der viel zitierten Uneinigkeit, die unter den Kurden in mancherlei Hinsicht herrschen mag, verbindet sie doch eine Hoffnung, die ihnen niemand wegnehmen kann: die Hoffnung, daß das kurdische Volk den Wintergut überstehen wird und in allen Teilen Kurdistans ein freies und vor allem friedliches Newrozfest feiern kann.
In diesem Sinne begehen auch die Kurden im Ausland – Arbeitsemigranten, Studenten, Asylbewerber – das Newrozfest, denn sie wollen die Tradition bewahren und ihre Solidarität mit ihrem Volk daheim in Kurdistan zum Ausdruck bringen.

Bildquelle: http://www.refugeesathome.net/html/newroz.html

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Arbeit und Rente Inlands-Politik Uncategorized Verband-Niedersachsen

Equal Pay Day

Gleiches Geld für gleiche Arbeit!

Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit klingt sehr einleuchtend, ist aber noch lange nicht Realität:

  • Frauen arbeiten in schlechter bezahlten Berufen und Branchen und auf niedrigeren Stufen der Karriereleiter als Männer.
  • Frauen unterbrechen oder verkürzen wegen Kinderbetreuung und Pflege ihre Erwerbstätigkeit häufiger und länger als Männer.
  • Arbeitsanforderungen in so genannten typischen Frauenberufen, z. B. Erziehung und Pflege von Menschen, werden schlechter bewertet als Anforderungen in so genannten typischen Männerberufen, die z. B. mit Technik oder viel Geld zu tun haben. Das schlägt sich in der Eingruppierung nieder.
  • Sogar bei gleicher Ausbildung, gleichem Alter, gleichem Beruf und gleichem Betrieb erhalten Frauen etwa 12 Prozent weniger Entgelt.

Also doch: Das Geschlecht sorgt noch heute dafür, dass weniger Geld ins Portemonnaie kommt! Fakt ist, dass hierfür bestehende Rollenbilder und die Aufgabenverteilung in den Familien ursächlich sind.

Letzte Meldungen

Frauen haben „Recht auf Mehr!“

Wir fordern:

  • die Einhaltung bestehender Tarifverträge und die korrekte Anwendung des gesetzlichen Mindestlohns als Lohnuntergrenze, weil Frauen besonders häufig für Dumpinglöhne arbeiten müssen;
  • einen Rechtsanspruch auf Rückkehr aus Teilzeit- in Vollzeitbeschäftigung, damit Frauen nach einer familienbedingten Reduzierung ihre Arbeitszeit wieder aufstocken können;
  • gesetzliche Regelungen zur Durchsetzung der Entgeltgleichheit, damit Unternehmen verpflichtet werden, ihre Entgeltpraxis geschlechtergerecht zu gestalten;
  • alle Arbeitsverhältnisse sozial abzusichern, um alle Beschäftigten bei der Durchsetzung ihres Anspruches auf Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und bei vielem anderen mehr zu unterstützen!
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Verband-Bund Verband-Niedersachsen

Zukunftswerkstatt U35

Zukunftswerkstatt U35 vom 17. bis 19. März 2017

Vielleicht erleben wir gerade die Anfänge eines neuen, internationalen Aufbruchs: in den USA wendet sich erstmals seit einem Jahrhundert eine Mehrheit der jungen Generation vom Kapitalismus ab, engagiert sich bei Black Lives Matter oder für Bernie Sanders‘ „politische Revolution“, in Südeuropa ist die Generation prekär Motor der Proteste gegen die Krisenpolitik. Auch hierzulande politisieren sich viele junge Menschen über die Unterstützung von Geflüchteten, sind in antifaschistischer Arbeit oder bei den Protesten gegen TTIP dabei. Das von den Medien gezeichnete Bild der angepassten Jugend bekommt Risse. Als Linke in Europa stehen wir vor der Herausforderung, gegen die Gefahr von rechts und die Politik der sozialen Kälte linke Alternativen zu stärken.

In den letzten zwei Jahren haben wir als Partei viele neue junge Mitglieder dazu gewonnen. Aber: ein Großteil – auch der sozial und politisch Interessierten und Engagierten – unter 35jährigen bleibt weiter auf Distanz zu Parteien. Die Gründe dafür sind vielfältig. Gleichzeitig ist es für manches Neumitglied U35 schwierig, sich in die Partei aktiv einzubringen – das liegt aber meistens gar nicht an ihnen selbst. Über unterschiedliche Generationen und Traditionen hinweg, gemeinsam solidarisch zu handeln, ist gar nicht so einfach. Wer jung und aktiv ist, stößt manchmal auf Widerstände oder wird mit Aufgaben und Ämtern überhäuft. Die LINKE macht manchmal einen zur starren Eindruck, aber als linke Partei müssen wir die Fähigkeit besitzen, uns zu erneuern – das ist eine Überlebensfrage. Damit uns das gelingt, wollen wir mit euch, der Generation U35, einen Diskussions- und Organisierungsprozess starten. Wie stellt ihr euch die Partei der Zukunft vor? Wie wollt ihr die Partei gestalten und verändern?

Wir wollen mit euch zu diskutieren: Was ist heute „links“? Wie stellen wir uns Utopien jenseits des Kapitalismus vor? Wie können wir gegen Rassismus und Rechtspopulismus linke Ideen und Solidarität stärken? Und nicht zuletzt: wie kann die linke Partei der Zukunft aussehen und wie könnt ihr sie gestalten?

Eine Herausforderung ist es aus unserer Sicht, eine solidarische Politik der jungen Generation neu zu erfinden. Denn die soziale Gerechtigkeitsfrage stellt sich heute für junge Menschen neu. Eine Mehrheit der jungen Menschen ist heute trotz gestiegener Bildung und einem auf Leistung getrimmten Bildungssystem mit unsicheren Zukunftsperspektiven und drohender Altersarmut konfrontiert. Für viele wird es sehr schwer, den Lebensstandard ihrer Eltern halten zu können. Gleichzeitig ist wie die Gesellschaft insgesamt auch „die junge Generation“ durch wachsende soziale Ungleichheit geprägt. Wir wollen daher nicht nur diskutieren, sondern auch Ideen für „verbindende“ und „organisierende“ Projekte entwickeln, um junge Aktive in der Partei zu stärken – und gerade auch junge Frauen, Auszubildende, junge Arbeiterinnen und Arbeiter, Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, Geflüchtete sowie Migrantinnen und Migranten für den gemeinsamen Kampf um gesellschaftliche Veränderungen zu gewinnen.

Eine Zukunftswerkstatt zur linken Partei der Zukunft, die von euch als Aktiven U35 gestaltet wird – das ist ein bisher einzigartiges Experiment und eine gute Gelegenheit, sich überregional zu vernetzen und Ideen zu entwickeln. Die Zukunftswerkstatt richtet sich an: Aktive U35 in der LINKEN, Linksjugend.solid und LINKE.SDS.

 

Das Programm der Zukunftswerkstatt

„Die Zukunft, für die wir kämpfen“

Zukunftswerkstatt Partei der Zukunft

Freitag, 17.3

Ab 17 Uhr Anreise

18.00 – 18.15 Uhr Begrüßung durch die Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger

18.15 – 19.15 Uhr Abendessen

19.15 – 21.30 Uhr World Café: Unsere Ideen für die linke Partei der Zukunft

 

Samstag:

09.30 – 09.45 Uhr Warm-up

09.45 – 12.30 Uhr Diskussion mit Parteivorsitzenden: DIE LINKE als „verbindende Partei“ in
Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche

In Zeiten von Trump und co: Wie stoppen wir die Rechtsentwicklung hin zu einem autoritären

Kapitalismus?

Wie könnte eine „verbindende Partei“ aussehen, die für die Arbeiter_innenklasse des 21.
Jahrhunderts, für Solidarität und für die Rechte von MigrantInnen und LGBT* einsteht?

Wie gehen wir als LINKE mit den Zukunftsthemen wie Digitalisierung von Arbeit und Leben, Klimakrise und Migration um?

Wie kann eine gesellschaftliche Bewegung für Alternativen zum neoliberalen Kapitalismus entstehen?

12.30 – 14.00 Uhr Mittagspause

14 – 16.00 Uhr Werkstatt der Ideen I – Die Zukunft, für die wir kämpfe Arbeitsgruppen zu

(1) Generation prekär? Wie führen wir den Kampf um soziale Gerechtigkeit und

Zukunftsperspektiven?

Mit Janis Ehling (LINKE.SDS, Mitglied des Parteivorstandes) und Christina Kaindl (Leiterin der Abteilung Strategie und Grundsatz)

(2) Recht auf Stadt und radikale Kommunalpolitik

Mit Katalin Gennburg (Parteivorstand und stadtpolitische Sprecherin der Linksfraktion Berlin) und Victor Perli (LINKE Niedersachsen, angefragt)

(3) Aufstieg der Rechten – wie verbinden wir antikapitalistische, feministische und antirassistische Perspektiven?

Mit Lia Becker und Kerstin Wolter (wissenschaftliche Mitarbeiter*innen der Parteivorsitzenden)

(4) Vom High-Tech-Kapitalismus zum digitalen Sozialismus? Linke Perspektiven auf die Digitalisierung

Mit Sophie Dieckmann (Abteilung Politische Bildung) und Christoph Spehr (LINKE LV Bremen)

(5) Das rote Grün. Wie stärken wir linke Alternativen angesichts der Klimakrise?

Mit Raul Zelik (Autor und Mitglied des Parteivorstandes) und Sarah Nagel (Abteilung Strategie und Grundsatz)

16 – 16.30 Uhr Pause

16.30 -18.30 Werkstatt der Ideen II: Die Praxis einer Partei der Zukunft

Arbeitsgruppen zu:

(1) Partei der Zukunft im Alltag: Wie kann die Parteiarbeit vor Ort erneuert werden?
mit Kerstin Wolter (LINKE Bezirksverband Kreuzberg/Friedrichshain) und Christoph Kröpl(Abteilung Kampagnen und Parteientwicklung)

(2) Social Media Revolution Mit Thomas Lohmeier (Leiter Bereich Medien- und Öffentlichkeitsarbeit)

(4) DIE LINKE als zuhörende und organisierende Partei. Neue Strategien von Organizing und Befragungen

Mit Sarah Nagel und Christina Kaindl (Abteilung Strategie und Grundsatz)

(5) „Wissen ist Macht“ – Ideen für Bildungsarbeit vor Ort

Mit Saskia Spahn (Linksjugend.solid) und Sophie Dieckmann (Abteilung Politische Bildung)

18.30 – 20.00 Uhr Abendessen

20.00 – 22.00 Uhr Der Abend der Utopien – Reform, Revolution und Sozialismus im 21.Jahrhundert

Diskussion mit Raul Zelik

Youtube-Disko zum Thema Utopien und Dystopien

 

Sonntag

10.00 – 11.30 Uhr Fortsetzung Ags Werkstatt der Ideen II: Die Praxis einer Partei der Zukunft

11.30 – 13.30 Uhr Finale: Unsere Projekte für die Partei der Zukunft

Abschluss mit Katja Kipping und Gästen aus sozialen Bewegungen

13.30 – 14.30 Uhr Mittagessen und Abreise

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Arbeit und Rente Inlands-Politik Uncategorized Verband-Niedersachsen

Frauenkampftag

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

Liebe Frauen* und Verbündete!

Willkommen zur Demo am 8. März, dem internationalen Frauen*kampftag.

Wir freuen uns sehr, dass so viele Menschen trotz des Regens hier stehen, um gemeinsam zu zeigen, dass es noch mehr als genug Gründe gibt, für Feminismus und eine emanzipierte Gesellschaft auf die Straße zu gehen.

Seit über hundert Jahren organisieren sich Frauen* weltweit, um in Form von Demonstrationen für ihre Rechte zu kämpfen. Es begann mit der Forderung von Sozialistinnen nach freiem und gleichen Frauenwahlrecht, was zu Beginn so fern der Realität erschien und heute nicht mehr wegzudenken ist.

Ebenso die Errungenschaften, Gewalt gegen Frauen auf jeder Ebene, auch innerhalb der Ehe, strafbar zu machen, Abtreibungen nicht mehr strafrechtlich zu verfolgen, Homo- und Bisexualität zu legalisieren,

Doch der Kampf ist noch nicht vorbei!

In kapitalistischen Gesellschaften werden Frauen immer weniger Wert sein als Männer, weil sie für die Reproduktionsarbeit zuständig sind. Reproduktion umfasst, sich unbezahlt um den Haushalt zu kümmern, Essen zu kochen, Kinder zu erziehen und schlecht bezahlt sowie wenig gewürdigt die Erziehung fremder Kindern, Reinigung von Gebäuden und Pflege von Alten, Kranken und Menschen mit Behinderungen zu leisten.

Neben diesen, einfach zu verstehenden Unterschieden gibt es verdeckte Machtmechanismen und Diskriminierungen aufgrund von Geschlecht, sexueller Orientierung, sexueller Identität, Aussehen, Herkunft, Religion, sozialer Schicht, Behinderung.

Feminismus muss immer speziell für die Menschen kämpfen, die von mehr als einer Diskriminierung betroffen sind.

Feminismus muss laut sein und darf sich nicht von anderen vorschreiben lassen, welche Themen behandelt werden.

Lasst uns den Feminismus feiern!

 

Die Linksjugend [’solid] Niedersachsen, hat am 08.03.2017 eine Demo organisiert.

Die Routen Strecke

Durch das Erstarken rechts-konservativer Parteien und Bewegungen bestimmen antiemanzipatorische Ideologien vermehrt den gesellschaftlichen Diskurs.

Es ist wieder mehrheitsfähig, offen Sexismus zu reproduzieren und Errungenschaften der Frauen*bewegungen wie Abtreibungsrecht, moderne Familienbilder und Rollenverteilungen, kritische Betrachtung von Gender (gesellschaftliches Geschlecht im Gegensatz zum biologischen Geschlecht) rückgängig zu machen.
Das können wir Frauen* nicht auf uns sitzen lassen!

Die Bilder vom Women‘s March in den vereinigten Staaten zeigen eindrucksvoll die Antwort auf die Wahl eines rassistischen, sexistischen, ableistischen, klassistischen (…) Präsidenten. Ebenso die Proteste gegen Verschärfungen des Abtreibungsgesetzes in Polen oder die Reaktionen auf Gewalt gegen Frauen* in der Türkei (Fall Özgecan Aslan). In internationaler Solidarität und Besinnung auf unsere Forderungen möchten wir Frauen* auch in Hannovers Straßen Präsenz zeigen.

Emanzipatorische Bestrebungen, Machtverhältnisse und Diskriminierung in der Gesellschaft aufzudecken und zu bekämpfen, dürfen nicht bei Forderungen nach gleichem Lohn stehen bleiben, sondern müssen jede Ebene struktureller Ungleichheit aufgreifen.

Besonders von Ausgrenzung und Diskriminierung sind von sogenannter Intersektionalität (Mehrfachdiskriminierung) betroffene Menschen. Feminismus bedeutet für uns immer intersektionaler Feminismus, da nur dieser gegen jegliche Diskriminierung vorgeht.

Lasst uns wagen, dass Frauen* den öffentlichen Diskurs bestimmen!

Wir danken allen Anwesenden, die sich nicht von dem Regen abhalten ließen, sich laut und stark für den Feminismus stark zu machen.

Wir haben für nächstes Jahr wieder eine Demo geplant, auf unserer Facebook-Seite seht ihr alle Infos.

https://www.facebook.com/fkthannover/