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Geschwister Scholl

Heute vor 74 Jahren wurden die Geschwister Scholl von den Nazis ermordet. Bis zum letzten Atemzug gekämpft, bleibt ihr Mut unvergessen.

Sophie Scholl in einem Brief an Fritz Hartnagel, 9. April 1940

„Manchmal graut mir vor dem Krieg, und alle Hoffnung will mir vergehen. Ich mag gar nicht dran denken, aber es gibt ja bald nichts anderes mehr als Politik, und solange sie so verworren ist und böse, ist es feige, sich von ihr abzuwenden.“

„Ich kann es nicht begreifen, dass nun dauernd Menschen in Lebensgefahr gebracht werden von anderen Menschen. Ich kann es nie begreifen und ich finde es entsetzlich. Sag nicht, es ist für´s Vaterland“, schreibt Sophie Scholl am 5. September 1939, wenige Tage nach Kriegsbeginn, an ihren Freund Fritz Hartnagel.

Als 16-Jährige hat sie ihn beim Tanzen kennen gelernt, jetzt ist er angehender Berufsoffizier. Bei aller Liebe zu Fritz hinterfragt sie wiederholt in ihren Briefen seine Rolle als Soldat. Sie sei „eben politisch erzogen“, erklärt sie ihm ihre kritische Haltung.

Bekannt wurden beide als Mitglieder der „Weißen Rose“, einer studentischen Wiederstandsgruppierung gegen den Nationalsozialismus. Am 18. Februar 1943 legten sie an der Münchner Universität Flugblätter gegen den Krieg und die Diktatur unter Adolf Hitler aus. Sie wurden dabei von Hausmeister Jakob Schmid überrascht und bei der Gestapo denunziert. Bereits vier Tage später wurden sie von den Nazis ermordet.

„So ein herrlicher Tag, und ich soll gehen. Aber was liegt an unserem Leben, wenn wir es damit schaffen, Tausende von Menschen aufzurütteln und wachzurütteln“, sagte Sopie Scholl am Tag ihrer Hinrichtung.

In Gedenken an die Geschwister Scholl.

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Linksjugend Niedersachsen nominiert eigenen Kandidaten zur Landtagswahl 2018 in Niedersachsen

Die linksjugend [’solid] Niedersachsen hat auf der vergangenen Landesmitgliederversammlung (LMV) im Februar Randy Orlovius (22) als Jugendkandidaten für einen aussichtsreichen Listenplatz zur Landtagswahl 2018 nominiert. Mit dem Jugendvotum ist der Auftrag verbunden, im Wahlkampf gezielt junge Menschen anzusprechen und für linke Politik zu begeistern.

 

Für die Themensetzung im Wahlkampf erklärt der Jugendkandidat Randy Orlovius: „Wir setzen uns dafür ein, dass der Lebenslauf junger Menschen nicht mehr von den finanziellen Mitteln der Eltern abhängt. Deshalb fordern wir eine komplette Lernmittelfreiheit von der KiTa bis zum Uni- oder Meisterabschluss. Dem Rechtsruck der Gesellschaft setzen wir einen Antifaschismus entgegen, der mit Abschiebungen genauso wenig zu vereinbaren ist wie mit einer Extremismusklausel, die linke Aktivist*Innen kriminalisieren und mit rassistischen Hetzer*Innen gleichsetzen will.“

 

Die Landessprecherin ergänzt: „Wir werden die jungen Menschen nicht nur thematisch dort abholen wo sie stehen. Im Wahlkampf suchen wir den direkten Kontakt mit jungen Menschen auf der Straße, in den Schulen und Universitäten und im öffentlichen Nahverkehr. Wir werden landesweit mit unterschiedlichen und themenspezifischen Aktionen für unsere Positionen werben.“

 

Randy Orlovius kommt aus dem Landkreis Stade, ist seit über sechs Jahren auf Landesebene aktiv und seit der letzten Kommunalwahl auch im Gemeinde- und Samtgemeinderat Harsefeld vertreten.